Die Kombination einer neuen Heizung und einer Gebäudedämmung

Statistisch gesehen verbraucht ein Haushalt durchschnittlich drei Viertel seiner Energie zum Heizen. Insoweit ist in diesem Bereich das Einsparpotenzial sehr groß. Eine neue Heizung und eine Gebäudedämmung könnten hier viel bewirken.

Mit neuer Heiztechnik viel Geld sparen

Wer sich für eine neue Öl-Brennwertheizung entscheidet, kann in Kombination mit einer Solaranlage durchschnittlich bis zu 37 % seinen Energiebedarf senken. Für eine solche Modernisierungsmaßnahme mit Solaranlage liegen die Investitionskosten bei etwa 19.000 Euro. Wer sich für einen Holzkamin entscheidet und in dieses Heizungssystem einbinden möchte, muss mit etwa 24.000 Euro rechnen. Dabei reduziert sich der Energiebedarf auf etwa 50 %.

Eine Neuanschaffung einer Heizungsanlage kommt immer in Betracht, wenn die eigene Anlage schon viele Jahre auf dem Buckel hat. Bei älteren Anlagen geht mitunter ein Drittel der Heizenergie ungenutzt verloren. Eine Brennwertheizung bietet den Vorteil, dass sich diese immer den jeweiligen Gegebenheiten des Gebäudes anpasst. Wird das Haus später noch mit einer Dämmung versehen, behält sie dennoch ihre hohe Effizienz, die insgesamt in Bezug auf den Wärmeverbrauch noch erhöht wird.

Eine verbesserte Gebäudedämmung als zusätzliche Maßnahme

Unzureichend gedämmte Dächer, Außenwände, Keller sowie alte Fenster lassen sehr viel Wärme entweichen. Wärmeschutzmaßnahmen sollten daher auch bei einer möglichen Heizungserneuerung in Betracht gezogen werden. Eine Komplettsanierung könnte den Primärenergiebedarf sogar um bis zu 80 % senken. Viele Praxisbeispiele belegen mittlerweile diesen Nutzen. Leider dürfen aber auch die hohen Investitionskosten dabei nicht unerwähnt bleiben. Hausbesitzer müssen zwischen 50.000 und 150.000 Euro einplanen. Nicht jeder ist in der Lage, diese Summen aufzubringen. Örtliche Energieberater helfen aber gerne, das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis herauszufinden.

Wird ein Heizölpreis zwischen 67 und 110 Cent je Liter angenommen, können sich folgende Amortisationszeiträume bei einer Dämmung ergeben:

  • Dachdämmung nach 25 bis 41 Jahren,
  • Fassadendämmung nach 19 bis 32 Jahren und
  • Fenster- und Türentausch nach 46 bis 76 Jahren.

Wer diese Investitionskosten mit Dämmung erst einmal zurückstellen möchte, sollte zumindest auf eine neue Heizungsanlage setzen. Auch wenn eine Kombination mit einer Solarthermie-Anlage zunächst nicht geplant ist, erreichen moderne Öl-Brennwertheizungen weitaus bessere Werte als die in vielen Häusern noch arbeitenden Altanlagen.

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