Wartung von Solaranalgen nicht vernachlässigen

Vielleicht ist es die Vorstellung von der kostenlosen Sonnenenergie, die viele Besitzer von Solaranlagen veranlassen, auf die Wartung zu verzichten. Viele Anlagenbesitzer gehen auch davon aus, dass wenn keine gesetzlichen Vorschriften zur Wartung zwingen diese entbehrlich sind. Sie vergessen, dass der Gesetzgeber in der Regel auf die Belange der Allgemeinheit achtet und nicht vor der eigenen Bequemlichkeit schützen will. Die Vorschriften, welche für Heizungsanlagen gelten, dienen dem Umweltschutz, nicht dem Werterhalt der Systeme. Wer lange Freude an seiner Solaranlage haben möchte, muss diese regelmäßig warten.

Solarthermie braucht regelmäßige Aufmerksamkeit

Eine gut gewartete Anlage kann 25 bis 30 Jahre ihren Dienst tun. Nach dieser Zeit lässt meist nur die Leistung nach, ein Totalausfall ist nicht zu erwarten. Aber die Leistung kann schon nach kurzer Zeit nachlassen, wenn sich Schmutz auf den Kollektoren absetzt. Manchmal setzen auch Vögel, Marder oder Mäuse den Anlagen zu. Eine regelmäßige Sichtprüfung der Kollektoren und der Leitungen ist daher von großer Bedeutung. Die Reinigung sollte übrigens ein Fachbetrieb durchführen, denn ungeeignete Methoden oder Mittel können die Abdeckungen beschädigen. Eine verkratzte Anlage kann nicht mehr die volle Leistung bringen.

Die Trägerflüssigkeit sorgt für den Transport der Wärme vom Dach zum Wärmetauscher. Dabei ist sie einem steten Wechsel von Erwärmung und Abkühlung ausgesetzt. Dies kann zu chemischen Veränderungen führen. Spätestens nach 10 bis 12 Jahren ist ein Austausch erforderlich. Auf der sicheren Seite ist, wer den Frostschutz bis -25° Celsius und den pH-Wert regelmäßig kontrollieren lässt. So lassen sich Schäden durch Ausflockungen oder Frost vermeiden.

Der Betriebsdruck der Anlage würde erheblich schwanken, denn je nach Temperatur steigt dieser an oder sinkt. Um ihn konstant zu halten, ist ein Membranausdehnungsgefäß vorhanden. Die darin befindliche Membran kann ihre Elastizität verlieren. Die Folge sind Druckschwankungen. Ein Austausch des Gefäßes kann also durchaus erforderlich werden, damit da System störungsfrei läuft.

Viele Unternehmen bieten Wartungsverträge an, die recht günstig sind. Hausbesitzer sollten sich für diese Lösung entscheiden, damit die Solaranlage lange und effizient arbeitet.

Auch Photovoltaik bedarf einer Wartung

Eine Sichtkontrolle ist natürlich auch bei Photovoltaik ein Muss und natürlich auch einen fachmännische Reinigung bei Bedarf. Ein typischer Schwachpunkt sind die Kabel. Die Isolierungen werden durch UV-Licht brüchig und häufig führt Tierfraß zu Schäden. Kunststoffe sind in besonderem Maße durch Marder und Nager gefährdet.

Der Wechselrichter und die gesamte Elektronik sind störanfälliger als die Module. Fachbetriebe beugen Ausfällen durch regelmäßige Messungen und Softwareupdates vor. Sofern der Zähler dem Anlagenbetreiber gehört, muss dieser für die Eichung sorgen. Wann diese fällig ist, steht meist auf einer Plombe. Tipp: Zählerstände grundsätzlich einmal im Monat ablesen und notieren. Nur so kann man die Abrechnungen kontrollieren.

Werterhalt und Sicherheit

Die regelmäßige Wartung der Anlage dient deren Werterhalt und der eigenen Sicherheit. Sicher würde niemand auf die Inspektion des Autos verzichten, um Geld zu sparen. Autos gibt es ab 9.000 Euro und sie halten in der Regel weniger als 20 Jahre. Warum soll eine Solaranlage ohne jegliche Wartung deutlich länger halten? Fakt ist, die Wartung der Anlage muss so selbstverständlich sein, wie die Inspektion des Autos.

Wartungsplan:

Monatlich:

  • Bei Photovoltaik:

    • Zählerstand ablesen

    • Zählerstände protokollieren.

Alle 6 Monate:

  • Module, Kabel und Leitungen ansehen.

  • Auf Beschädigungen achten.

  • Befestigung der Module kontrollieren.

Alle 12 Monate:

  • Bei Solarthermie:

    • chemische Zusammensetzung des Fluids kontrollieren.

    • Auf Betriebsdruck der Anlage achten.

  • Bei Photovoltaik:

    • Software kontrollieren.

    • Wechselrichter durchmessen

Bei Bedarf:

  • Module reinigen

  • Kabel oder Leitungen erneuern

  • Elektronik austauschen

  • Ausgleichsgefäß ersetzen

  • Solarfluid austauschen und Anlage spülen

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