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Alle Heizkörper auf einen Blick

Die Hersteller und der Handel verwenden teils unterschiedliche Bezeichnungen für gleiche Bauweisen. Es kommt auch vor, das ein Anbieter beispielsweise keinen Unterschied zwischen Plattenheizkörper als Kompaktheizkörper mach, während andere eine klare Grenze zwischen diesen beiden Bezeichnungen ziehen.

Die folgende Auflistung bezieht sich auf gängige Bezeichnungen und erwähnt zum Teil auch abweichende Namensgebungen.

Die folgende Auflistung bezieht sich auf gängige Bezeichnungen und erwähnt zum Teil auch abweichende Namensgebungen.

Aktivheizkörper

Wenn im Heizkörper Lüfter für eine schnellere Luftumwälzung sorgen, spricht der Fachmann vom Aktivheizkörper. Er hat den Vorteil dem Heizkreislauf viel Wärme zu entziehen und Räume schnell aufzuheizen. Dafür ist aber ein Stromanschluss nötig. Weitere Nachteile sind der Stromverbrauch des Lüfters und häufig störende Geräusche.

Badheizkörper

Darunter ist üblicherweise ein flacher Heizkörper zu verstehen, der an einer Wand in mittlerer Höhe hängt. In der Regel sind es einreihige Röhren- oder Paneelheizkörper, an denen sich Handtücher zum Wärmen und Trocknen aufhängen lassen. Einige Unternehmen bieten auch Plattenheizkörper unter der Bezeichnung an. An diesen ist meist eine Stand montiert, um daran Handtücher aufzuhängen.

Dampfheizkörper

In der früher oft anzurreffenden Dampfheizung dient Dampf statt Wasser der Wärmeübertragung. Die Heizkörper in diesen Systemen mussten hohe Temperaturunterschiede verkraften. In den Abmessungen sind sie klein, da Dampf viel Wärmeenergie liefert. Wer eine Dampfheizung gegen eine moderne Warm-Wasserheizung tauscht, muss aus diesem Grund in der Regel auch alle Heizkörper auswechseln.

Designheizkörper

Hersteller wie Handel sprechen von Designheizkörper, wenn das Modell besonders ästhetisch gestaltet ist. Da bei Röhren- und Paneelheizkörpern ein großer Gestaltungsspielraum besteht, gehören Designheizkörper technisch gesehen oft in eine der beiden Kategorien. Manchmal tragen auch glatte Plattenheizkörper mit schön gestalteten Oberflächen diese Bezeichnung

Flachheizkörper

Kein exakter definierte Begriff für alle Heizkörper in flacher Bauweise. Meist sind damit Platten- oder Kompaktheizkörper gemeint.

Elektroheizkörper

Oberbegriff für alle Heizkörper, die über eine eigene Wärmequelle verfügen, die ihre Energie aus elektrischem Strom bezieht. Wenn der Heizer sowohl über Strom als auch eine andere Quelle Wärme bezieht, handelt es sich um einen Hybrid-Heizkörper.

Gliederheizkörper

Diese Art von Heizkörpern bestehen in der Regel als Stahlblech, das zu hohlen Elementen verschweißt wurde. Diese einzelnen Glieder wurden zu Heizkörpern zusammengefügt. Diese Bauform ist zwar noch weit verbreitet, gilt aber weitgehend als veraltet. Sie lassen sich schwer reinigen und sehen optisch wenig ansprechend aus. Aus den Gliederheizkörpern gingen Röhrenheizkörper und Paneelheizkörper hervor. Da diese Modelle über den vom Raum aus sichtbaren Bereich Wärme abstrahlen, ist auch die Bezeichnung Radiator (Strahler) üblich. Zwischen den Gliedern und an der Rückseite verbreiten die Gliederheizkörper Wärme über Konvektion. Je tiefer der Heizkörper ist, umso geringer ist der Strahlungsanteil.

Manche Quellen bezeichnen Gliederheizkörper aufgrund der Rippenstruktur oft auch als Rippenheizkörper. Andere verwenden letzteren Begriff für Heizkörper aus Gusseisen.

Hybrid-Heizkörper

Es handelt sich fast immer um einreihige Röhrenheizkörper, in denen eine elektrische Heizpatrone das in den Röhren befindliche Wasser erhitzen kann. Diese Modelle sind in Badezimmern weit verbreitet, da hier ein anderer Wärmebedarf vorliegt als in den übrigen Räumen des Hauses. Im Bad soll es schnell angenehm warm werden, auch außerhalb der Heizsaison.

Infrarotheizkörper

Die Heizkörper sind immer Elektroheizungen. Sie zeichnen sich durch eine glatte Oberfläche ohne Rippen und Lamellen aus. Aus diesem Grund geben Sie annähern die gesamte Heizenergie über Strahlung ab. Trotzdem ist der Begriff Radiator für diese Heizkörper nicht verwendet. Infrarotheizungen können gleichzeitig als Whiteboard, Tafel, Bild oder Spiegel dienen.

Kompaktheizkörper

Als Kompaktheizkörper bezeichnen die meisten Hersteller Plattenheizkörper, die an den Seiten verkleidet sind. Durch diese Verkleidung entsteht ein Kamineffekt, der die Raumluft schneller an den warmen Platten vorbeistreifen lässt. Es handelt sich immer um Warmwasser-Heizkörper.

Konvektoren

Auch dies ist ein Oberbegriff für verschiedene Heizkörper, die Wärme überwiegen über Konvektion, also Luftströmungen abgeben. Meist handelt es sich meist um Elektroheizkörper.

Marmorheizkörper

Es handelt sich im Natursteinheizungen bei denen Marmor verwendet wird.

Natursteinheizkörper

Diese Heizungen sind eine Mischung aus Infrarot- und Speicherheizung. Anders als bei Nachtspeicheröfen dient die Steinplatte nur einem kurzfristigen Speichern der Wärme. Diese Heizungen senden bereits während des Aufheizens Infrarotstrahlen aus. Der Anteil an IR-Strahlung ist bei diesem Heizungstyp sehr groß.

Niedertemperaturheizkörper

Dieser Heizungstyp ist ein Warmwasserheizkörper der auf eine große Wärmeabgabe optimiert wurde, um auch bei Vorlauftemperaturen von 30 bis 40° Celsius Räume ausreichend zu erwärmen. Eine klare Definition was ein Niedrigtemperaturheizköper ist, wie diese Modelle auch genannt werden, gibt es nicht. Denn niemand hat festgelegt welche Wärmemenge ein Heizkörper bei bestimmten Vorlauftemperaturen abgeben muss. Weitere Bezeichnungen sind Tieftemperatur- oder Wärmepumpen-Heizkörper.

Ein Niedertemperaturheizkörper ist in der Regel eine spezielle Konstruktion, die dem Heizwasser möglichst die gesamte Wärme entzieht. Zu diesem Zweck vergrößern Konvektionsbleche die Oberfläche um ein große Wärmemenge an die Luft abzugeben. Oft handelt es sich um Aktivheizkörper, in denen Lüfter für eine große Luftumwälzung sorgen.

Paneelheizkörper

Diese Ausführungen haben Elemente von Glieder-, Röhren- und Plattenheizkörper. Ein Paneel ist genau betrachtet ein schmaler Plattenheizkörper mit glatter Oberfläche. Manche Modelle bestehen nur aus dieser einen Platte und sind aus technischer Sicht also Plattenheizkörper. Meist sind die Heizkörper, wie beim Gliederheizkörper, aus den einzelnen Elementen zusammengefügt. Der Aufbau kann auch als abgeflachte Röhren angesehen werden. Paneelheizkörper bestehen entweder aus Stahlblech oder aus Aluminum.

Die Paneele können senkrecht oder waagerecht angeordnet sein, ferner sind auch Modelle mit mehreren Lagen von Paneelen im Handel. Zum Teil sind dazwischen Bleche um die Konvektion zu erhöhen.

Mit den schlanken Paneelen lassen sich ungewöhnliche Formen gestalten. Einige Badheizkörper sind Paneelheizkörper mit waagerecht angeordneten Rippen. Viele Designheizkörper gehören aus technischer Sicht ebenfalls zu den Paneelheizkörpern.

Passiv Heizkörper

Diese Bezeichnung steht für Modelle, die ausschließlich über natürliche Konvektion und/oder Strahlung Wärme abgeben.

Planheizkörper

Plattenheizkörper mit glatten Oberflächen bieten viel Hersteller als Planheizkörper an. Die unstrukturierten Oberflächen sind optisch ansprechend und lassen sich sehr gut reinigen.

Plattenheizkörper

Es sind üblicherweise aus zwei flache Stahlblechen, zwischen denen ein Hohlraum eingeschlossen ist. Die Oberfläche der Platten kann gewellt oder glatt sein. Plattenheizkörper können sowohl aus einer Platten als auch aus mehreren Platte, die parallel angeordnet sind, bestehen. Die Ziffern bei der Typenbezeichnung zeigen an, wie viele Platten (1. Ziffer) und wieviel Konvektionsbleche (2. Ziffer) zu einem Heizkörper zusammengefasst sind. Wenn die Platten ringsum verkleidet sind, handelt es sich um einen Kompaktheizkörper.

Radiator

Das ist eine Bezeichnung mit der Hersteller von Warmwasser-Heizkörpern auf den hohen Anteil von Infrarotstrahlung hinweisen, den ein Heizkörper abgibt. Tatsche ist, dass viele Modelle, die als Radiator bezeichnet werden, keinen besonders hohen Anteil an Wärmestrahlern aufweisen. Meist werden Rippenheizkörper oder Gliederheizkörper so bezeichnet. Eine Sonderform ist der Ölradiator, der zu den Elektroheizkörpern gehört. Er ähnelt äußerlich einem Rippen- oder Gliederheizkörper. Im Inneren ist Öl, das ein elektrisches Heizelement erhitzt. Das Öl speichert die Wärme und gibt sie an die Oberfläche des Heizkörpers ab. Diese Modelle geben in der Regel tatsächlich die meiste Wärme über Infrarotstrahlung ab.

Raumheizkörper

Dieser Begriff bezeichnet üblicherweise alle Heizkörper, die dazu dienen einen Raum dauerhaft auf Temperaturen zu bringen, bei denen die Menschen wohlfühlen. Saunaöfen und Frostwächter gehören nicht dazu, da sie zu hohe oder zu niedrige Temperaturen liefern. Heizpilze sind für den Einsatz im Freien gedacht und daher ebenfalls keine Raumheizkörper.

Rippenheizkörper

Vom Aufbau und Erscheinungsbild ähneln Rippenheizkörper den Gliederheizkörpern. Sie sind aber aus Gusseisen und deutlich schwerer. Diese Art benötigt recht hohe Vorlauftemperaturen, mache Modelle sind für Dampfheizungen gedacht und nicht für Warm-Wasserheizungen.

Röhrenheizkörper

Bei diesen Heizkörpern durchfließt das warme Wasser ein Röhrensystem. Die Röhren sind zum Teil ähnlich wie bei Gliederheizkörpern angeordnet. Übliche sind Konstruktionen bei denen 2 bis 6 Röhren zu Rippen zusammengefügt sind. Gruppen von Rippen bilden den Heizkörper. Je mehr Röhren hintereinander liegen, umso mehr Wärme gibt der Heizkörper über Konvektion ab.

Unter den Rippenheizkörpern finden sich viele außergewöhnliche Modelle, beispielsweise niedrige breite Bänke, die als Heizung dienen. Ausführungen mit querliegenden Röhren sind häufig als Badheizkörper im Handel zu finden. Besonders ausgefallen angeordnete Röhrenkonstrukte bieten die Hersteller als Designheizkörper an.

Warmwasser-Heizkörper

Dieser Begriff bezieht auch auf alle Heizkörper, die vom warmen Wasser einer Heizungsanlage durchflossen werden. Sie enthalten nur in Ausnahmefällen (Hybrid-Heizkörper) ein elektrisches Heizelement, welches das Wasser erhitzt. Das von einer Wärmequelle (Heizkessel, Wärmepumpe, Solarthermie) erhitzte Wasser fließt über den sogenannten Vorlauf in den Heizkörper und den Rücklauf zur Wärmequelle zurück. Bezeichnungen wie Niedertemperaturheizkörper beziehen sich auf Modelle, die darauf ausgelegt sind bei geringen Vorlauftemperaturen ausreichend Wärme abzugeben

Hinweis: Generell sind die Vorlauftemperaturen heute niedriger als vor 30 Jahren. Während in alten Anlagen oft 70 bis 90° warmes Wasser in den Heizkreislauf lief, liegt die Temperatur heute meist bei 55 bis 60 Grad. In manchen System weist der Vorlauf sogar weniger als 40° Celsius auf. In diesen erfolgt die Wärmeabgabe überwiegend über Fußböden und Wände (Flächenheizungen).

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