Paradigma

Gründung: 1988

Gründer: Alfred T. Ritter

Geschäftsführer: Moritz Ritter

René Reinhold

Standort: Karlsbad

Unternehmensgeschichte

Der Name des Unternehmens ist so ungewöhnlich wie seine Geschichte. Ein Paradigma ist eine grundsätzliche Denkweise, man kann auch von einer Weltanschauung sprechen. Beim genauen Hinsehen passt dieser Name ausgezeichnet.

Eine Atomkatastrophe im fernen Tschernobyl in der heutigen Ukraine führte zu einem Totalausfall der Haselnussernte in der Türkei. Die Nüsse des Erntejahres 1986 waren verstrahlt und mussten vernichtet werden. Der Schokoladenproduzent Alfred T. Ritter ärgerte sich nicht nur über die fehlenden Haselnüsse. Er machte sich grundlegende Gedanken über die Umwelt und suchte daher für sein Haus eine Heizanlage, die weder Kohle noch Öl und natürlich keinen Atomstrom benötigte. Da er auf dem Markt nichts fand, gründete er die Firma Paradigma und wurde damit zu einem Pionier unter den Heizungsbauern.

Zunächst ging es um Gasheizungen mit Brennwerttechnik. Weiter befasste sich das Unternehmen mit effizienzsteigernden Systemkomponenten. Seit 1991 liegt der Fokus vermehrt auf der Solarthermie mit integriertem Solarregler und dynamischer Solarpumpensteuerung. Um die Effizienz zu steigern, entwickelte Paradigma 1994 verbesserte Speicher und kombinierte Brennwerttechnik mit Solartechnologie. 1996 brachte die Firma den ersten Vakuumröhrenkollektor CPC für thermische Solaranlagen auf den Markt.

2000 nahm Paradigma einen umweltfreundlichen und CO2-neutralen Pelletkessel mit ins Sortiment. Der Vakuum-Röhrenkollektor für Solarthermie: CPC azzurro bekam in diesem Jahr den Design Award des Industrie-Forums. Vier Jahre später revolutioniert AquaSystem die Solarthermie. Bis heute ist es das einzige System in der Solarthermie, das kein Frostschutzmittel benötigt und sich problemlos an eine bestehende Heizungsanlage anschließen lässt. Das System ist ein Erfolg. 2006 bekommt es den "Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen im Handwerk" und im April des Jahres geht die 1.000.000ste Vakuum-Röhre aus dem Werk, im Juni die 10.000ste Solaranlage mit AquaSystem an den Kunden.

Weiter Auszeichnungen folgen im Jahr 2009. In der Kategorie Solarthermie ging der Intersolar AWARD 2009 an das Unternehmen. Außerdem erhielt es den deutschen Pelletpreis 2009. Der Solar-Award belohnt die besonders verbraucherfreundliche und wirtschaftliche Lösung, die das Unternehmen gefunden hat. 2010 gibt es den Solar-Preis für Fassadenkollektoren und 2011 rückt das Unternehmen auf andere Art in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.

Vom Dach der Messehalle im österreichischen Wels liefert die größte Vakuumröhren-Solaranlage der Welt (fast 3.500 m² Kollektorfläche) etwa 2 MW Leistung an Solarwärme in das Fernwärmenetz. Im März des Jahres wird übrigens die 50.000ste Solarheizung mit Paradigma AquaSystem installiert.

Das Unternehmen ist erst 25 Jahre alt und ein echter Quereinsteiger in die Branche. Paradigma musste sich nie von alten Zöpfen trennen, um neue Technologien zu entwickeln. Das Unternehmen ging mit dem klaren Ziel an den Start hochwertige ökologische Heizsysteme zu entwickeln, die sich für den Neubau und die Modernisierung von Ein- und Zweifamilienhäusern eignen. Ritter ging es in erster Linie darum, erneuerbare Energien effektiv und sinnvoll zu nutzen.

Produkte

Das Sortiment von Paradigma ist klein, aber marktgerecht und besonders für Einfamilienhäuser und kleine Mehrfamilienhäuser geeignet. Der Schwerpunkt liegt auf der Solarthermie sowie auf modernen Holz- und Gasheizungen. Systeme, die Öl oder Kohle verbrennen, gehören nicht in das Sortiment.

Sonstiges

Der Gründer Alfred T. Ritter ist bekannt für sein soziales Engagement und seinen Einsatz für den Umweltschutz. Er bekam 1997 die Auszeichnung “Öko-Manager des Jahres“ vom World Wide Fund For Nature (WWF); 1998: den “Prognos-Zukunftspreis“ vom Schweizer Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos AG. 2006 wurde er mit dem europäisch - chinesischen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

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