Wärmepumpe: Kosten für Kauf, Einbau und Betrieb

Die Kosten einer Wärmepumpe hängen stark von der Bauart ab: Luft-Wärmepumpen sind am günstigsten, Erdwärme erfordert Bohrungen. Dieser Überblick zeigt alle Positionen — von der Anschaffung über die Förderung bis zu den Stromkosten.
Was kostet eine Luft-Wärmepumpe mit Einbau?
Luft-Wärmepumpen sind die häufigste Wahl im Bestand. Nach Angaben der Verbraucherzentrale liegen die Gesamtkosten inklusive Montage meist zwischen 20.000 und 35.000 Euro. Der Preis hängt von der Heizleistung, dem baulichen Aufwand und davon ab, ob Heizkörper getauscht oder ein Warmwasserspeicher ergänzt werden muss.
Was kostet eine Erdwärmepumpe?
Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme) kosten mit Erdsonden oder Kollektoren etwa 30.000 bis 45.000 Euro. Die Erdbohrung schlägt allein mit mehreren tausend Euro zu Buche. Dafür arbeitet Erdwärme ganzjährig mit hohen Temperaturen und erreicht bessere Jahresarbeitszahlen. Details stehen im Ratgeber zu den Kosten der Erdwärmepumpe.
Wie hoch sind die laufenden Stromkosten?
Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie gibt an, wie viel Wärme aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt wird. Bei einer JAZ von 3,5 und einem Heizwärmebedarf von 15.000 kWh fallen rund 4.300 kWh Strom an. Mit einem Wärmepumpentarif ergeben sich daraus oft deutlich niedrigere Heizkosten als bei Öl oder Gas. Der Stromkosten-Rechner auf der Startseite rechnet das individuell durch.
Welche Förderung senkt die Kosten?
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind Zuschüsse von 30 Prozent und mehr möglich, mit Boni bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Zuschuss wird bei der KfW beantragt. Alle Bedingungen erklärt der Ratgeber zur Wärmepumpen-Förderung 2026.
Wann rechnet sich die Investition?
Die Amortisation hängt vom bisherigen Brennstoff, dem Gebäudezustand und der Förderung ab. In gut gedämmten Häusern mit Fußbodenheizung oder großen Heizkörpern arbeitet die Wärmepumpe besonders effizient. Eine Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb oder Energieberater zeigt, ob das Gebäude geeignet ist und welche Leistung nötig wird.
Häufige Fragen
Was kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?
Je nach Bauart und Aufwand etwa 20.000 bis 45.000 Euro inklusive Einbau — vor Abzug der Förderung.
Ist eine Wärmepumpe im Altbau möglich?
Ja, oft schon. Entscheidend ist die benötigte Vorlauftemperatur. Große Heizkörper oder eine Fußbodenheizung verbessern die Effizienz deutlich.
Wie lange hält eine Wärmepumpe?
Die Lebensdauer liegt erfahrungsgemäß bei 15 bis 20 Jahren, bei guter Wartung auch darüber.
Gibt es einen eigenen Stromtarif für Wärmepumpen?
Ja. Viele Netzbetreiber bieten Wärmepumpentarife mit reduziertem Arbeitspreis an, teils mit separatem Zähler.