Viessmann

Gründung: 1917 in Hof an der Saale

Gründer: Johann Viessmann

Geschäftsführer: Martin Viessmann

Standort: Allendorf (Eder); Hessen

Daten: 2,2 Milliarden Euro Umsatz

11.500 Mitarbeiter weltweit

In 11 Ländern 22 Produktionsgesellschaften

In 74 Ländern sind Vertriebsgesellschaften und Vertretungen

120 Verkaufsniederlassungen weltweit

Unternehmensgeschichte

Der Schlosser Johann Viessmann begann bereits 1928 mit dem Bau von Heizkesseln aus Stahlblech. Damals waren ausschließlich Gussheizkessel auf dem Markt, die nach gießereitechnischen Gesichtspunkten entwickelt wurden. Die Kessel aus Stahlblech waren sparsamer und setzten sich rasch durch. In den 1930er Jahren kamen erste Zentralheizungen auf, um Wohnungen zu heizen. Die große Nachfrage führte 1937 siedelte zur Umsiedlung nach Allendorf, da der Betrieb expandieren musste.

Der Sohn des Firmengründers, Hans Viessmann, befasste sich bereits im Zweiten Weltkrieg mit der Entwicklung besonders wirtschaftlicher Kessel und übernahm das Werk 1947. Als in den 1950ern Heizöl zunehmen Koks beim Heizen verdränge und die vollautomatische Wärmeerzeugung möglich wurde, waren die Kessel von Viessmann teil dieser Entwicklung. Statt offener Anlagen wurden nun vermehrt Membran-Ausdehnungsgefäße verwendet. 1954 verlässt der 4.000ste Heizkessel das Werk.

Bei der Hannovermesse 1957 stelle das Werk erstmals einen Zweistoffkessel vor, der je eine Feuerung für feste Brennstoffe und für Öl enthielt. Dem Unternehmer war immer bewusst, wie wichtig es ist, die Technik der Kessel den wachsenden Anforderungen anzupassen. So entwickelte das Unternehmen Steuerungen um den Rücklauf in Heizkreisen zu optimieren und produzierte innovative Kessel für Gas, als sich ab den 1970ern immer mehr Haushalt mit Stadtgas, das in den Kokereien anfiel, versorgten.

Viessmann optimierte die Kessel und verbesserte die Produktion im Werk. Bald schweißten Maschinen statt Menschen und die Heizkessel lieferten nicht nur Heizwärme, sondern auch warmes Trinkwasser. In diesen Jahren bauten 1.400 Mitarbeiter jedes Jahr über 40.000 Heizkessel und das Unternehmen begann, den Weltmarkt zu erobern.

Die Energiekrise 1973, die durch die Reduzierung der Abbaumengen und eine drastische Preiserhöhung der ölfördernden Staaten ausgelöst wurde, rückte den Fokus immer mehr auf sparsame Heiztechnik. Die Produkte von Viessmann wurde immer beliebter und das Unternehmen gründete zahlreiche weitere Produktionsstandorte.

Wie für die Unternehmensgeschichte typisch, konstruierte Viessmann immer sparsamere Heizkessel und wandte sich gleichzeitig neuen Technologien zu. 1976 stellt das Unternehmen erste Sonnenkollektoren her, 1978 Jahre bringt es die ersten Wärmepumpen auf den Markt. Es entwickelt Scheitholzkessel, Holzvergaserkessel.

Zum Jahreswechsel 1991/1992 übernahm der Enkel des Gründers das Werk. Dr. Martin Viessmann setzte die Familientradition fort. Viessmann ist bis heute bekannt für innovative Lösungen, um den Energieverbrauch und den Schadstoffausstoß zu minimieren.

Produkte

Das Sortiment von Viessmann umfasst heute eine breite Palette:

Heizkessel zum Teil als Brennwertkessel mit gas- oder ölgefeuert werden, sowie für Holzheizung (Scheitholz oder Pellets).

Solarheizungen und Photovoltaik, um die Kraft der Sonne direkt zu nutzen.

Wärmepumpen um natürliche Wärmequellen anzuzapfen.

Blockheizkraftwerke und Mikro-KWK-Systeme mit modernen PEM-Brennstoffzelle oder Stirlingmotoren

Neben Produkten zum Erzeugen von Wärme bietet das Unternehmen auch Technik für die kontrollierte Wohnraumlüftung, Klimaanlagen und Heizkörper an sowie die zugehörigen Komponenten. Pumpen, Armaturen und Regeltechnik runden das Programm an.

Viessmann bietet darüber hinaus Großwasserraumkessel für Industrieanwendungen, Biogasanlagen und Kühlsysteme für gewerbliche Anwendungen an.

Sonstiges:

Viessman unterstützt verschiedene Wintersportarten und Sportler. Biathlon, Nordische Kombination, Rennrodeln, Ski-Langlauf und Skispringen profitieren vom Engagement des Unternehmen. Unter anderem gehörten Georg Hackl (Rennrodeln) und Michael Uhrmann (Skispringen) zum Team.

Das Unternehmen bekam 2009, 2011 und 2013 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Deutschlands nachhaltigste Produktion/Marke) sowie 2011 den B.A.U.M. Umweltpreis für herausragendes Engagement für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklungen. Dies sind nur einige der zahlreichen Auszeichnungen.

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