Heizungsvergleich

Heizungsvergleich – welche Heizung passt zu wem

Hausbesitzer, die sich eine neue Heizung anschaffen wollen, sollten nicht aus Bequemlichkeit bei der bisher verwendeten Heizungsart bleiben. Immerhin handelt es sich um eine Entscheidung, die für mehrere Jahrzehnte bindend sein wird. Es macht daher keinen Sinn einfach irgendeine Heizung zu kaufen. Ein ausgiebiger Heizungsvergleich hilft die richtige Heizung zu finden. Kriterien für den Heizungsvergleich sind die Investitionskosten, die Umweltverträglichkeit, die Sicherheit für die Zukunft sowie die Möglichkeit Fördermittel zu bekommen. Selbstverständlich fließen auch spezielle Aspekte mit in den Vergleich ein, wie zum Beispiel den Platzbedarf oder die regionale Verfügbarkeit von Brennstoffen.

Fernwärme die günstigste Lösung

Da kein eigener Brenner nötig ist, müssen Hausbesitzer die sich für Fernwärme entscheiden vergleichsweise einen geringen Betrag aufbringen. Oft genügt es weniger als 5000 € zu investieren um an Fernwärme angeschlossen zu werden und diese zu nutzen. Für die Fernwärme spricht außerdem das weder ein Lagerraum für Brennstoffe nötig ist noch ein Heizungsraum. Aus Sicht der Umwelt ist Fernwärme in der Regel positiv zu betrachten, da so genannte Abfallwärme von Kraftwerk verwendet wird. Natürlich spricht auch eine gute lokale Förderung für Fernwärme, aber dafür besteht häufig eine Anschlusspflicht. Sprich, wer in einem Gebiet wohnt, in dem diese zur Verfügung steht, hat meist keine Wahlfreiheit.

Im Heizungsvergleich darf nicht unerwähnt bleiben, dass Fernwärme große Nachteile haben kann. In der Regel ist der Hausbesitzer an einen einzigen Versorger gekoppelt, er hat später keine Möglichkeit, wenn er mit diesen nicht zufrieden ist, zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Außerdem muss er die Heizung dem System des Anbieters anpassen es gibt strenge Vorschriften bezüglich der Vorlauftemperatur und diverse andere Regelungen.

Solarheizungen eignen sich meist nur als Zusatzheizung

Im direkten Heizungsvergleich erscheint auch eine Solarheizung sehr günstig. Ab circa 5000 € ist das nutzen der Sonnenenergie möglich. Die Energie ist sehr umweltfreundlich und absolut zukunftssicher. Außerdem gibt es sowohl KfW Programme als auch BAFA-Förderung. Die Systeme sind ausgesprochen langlebig und natürlich braucht auch niemand einen Lagerraum, um Sonnenenergie zu speichern.

Aber bei älteren Häusern ist das nutzen von Solarenergie häufig nicht effizient, da die Dachausrichtung und die Dachneigung nicht optimal für das Einfangen von Sonnenenergie ist. Außerdem ist bei den meisten Häusern eine Versorgung mit Solarenergie nicht ausreichend, um den Wärmebedarf für Heizung und Warmwasserversorgung in vollem Umfang zu decken. Bei Neubauten mit extrem guter Wärmedämmung ist dies allerdings möglich.

Generell sollten alle Hausbesitzer prüfen, in welchem Umfang sich Sonnenenergie in das Gesamtenergiekonzept des Hauses einbinden lässt. Es ist ein Fehler auf diese kostenlose Energiequelle zu verzichten.

Heizen mit Strom kann sich lohnen

Im Heizungsvergleich darf auch die Elektroheizung nicht fehlen. Auch sie punktet mit geringen Anschaffungskosten, erfordert weder Lagerraum noch Heizungskeller. Für die Heizung spricht auch, dass fast keinerlei Baumaßnahmen nötig werden. Ein großer Vorteil, wenn bisher mit Einzelöfen oder Nachtspeicherheizungen geheizt wurde. Hausbesitzer, die mit Strom heizen möchten, sollten sich aber genau nach dem System erkundigen.

Es gibt Konvektoren und Strahlungsheizungen. Da Konvektoren die Luft erwärmen, wie alle anderen Heizungen auch, ändert sich am Energiebedarf des Hauses nichts. Bei diesen macht sich der im Vergleich zu Gas und Öl hohe Einkaufspreis von Strom deutlich bemerkbar. Infrarotheizungen erwärmen die Bausubstanz. Die Energieverluste beim Lüften oder durch Zugluft sind gering. Zum Teil reicht etwa 1/3 der üblicherweise zum Heizen eingesetzten Energie. Aber auch dies bedeutet meist noch einen höhere Heizkostenrechnung. Die Umweltverträglichkeit hängt allen von der Art der Stromerzeugung ab. Förderungen gibt es keine.

Gasheizungen sind fortschrittlich und sparsam

Ab etwa 7.000 Euro ist der Einbau von Gasheizungen möglich. Im Heizungsvergleich fällt Gas durch einen geringen Platzbedarf auf. Auch diese Heizung kommt unter Umständen ohne Heizungskeller aus.

Die Umweltverträglichkeit und Zukunftssicherheit ist ähnlich wie bei der Stromheizung nicht einheitlich zu beurteilen. Durch moderne Brennwerttechnik ist Gas Öl oder Kohle überlegen. Wer sich für Erdgas entscheidet, nutzt aber einen fossilen Brennstoff und ist von den Förderungen des Rohstoffs im politisch unsicheren Osteuropa abhängig. Aber die meisten Gasheizungen lassen sich auch mit Biogas betreiben. Der Umstieg auf moderne Heizungsanlagen wird von der Kfw gefördert.

Ölheizung sind wenig zeitgemäß

Mit fast 10.000 Euro Mindestinvestionssumme und einem großen Platzbedarf schneidet Öl im Heizungsvergleich nicht hervorragend ab. Für diese Heizung spricht allerdings, dass der Brennstoff individuelle bevorratet wird und durchaus auch Bio-Heizöl eine Alternative sein kann. Die Umweltverträglichkeit ist mäßig, aber mit regenerativen Rohstoffen durchaus akzeptabel.

Alternative Wärmequellen sind in der Anschaffung teuer

Weit über 10.000 Euro muss ausgeben, wer mit Holz oder Pellets heizen will, eine Wärmepumpe nutzen oder ein BHKW betrieben will. Dafür sind diese System extrem umweltfreundlich und bieten zum Teil Optionen, die keine andere Heizung aufweisen kann. Einige der Heizung kommen völlig ohne fossile Rohstoffe aus und ein BHKW macht sich durch die Vermarktung oder die Nutzung von Strom aus eigener Erzeugung bezahlt. Hinzukommt einen ausgezeichnete Förderung dieser Heizungen.

Für Hausbesitzer, die in erster Linie wenig Geld für die Anschaffung der Heizung ausgeben wollen, sind alternative Heizsysteme uninteressant. Wer sich aber langfristig orientiert und Wert auf eine große Nachhaltigkeit legt, der wird bei diesen Heizungssystemen mit Sicherheit etwas passendes finden.

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